Karl Hans Janke
geboren am 21.08.1909 in Kolberg/Pommern
gestorben am 15.02.1988 Wermsdorf/Sachsen

Als Einzelkind geboren, wuchs er in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf. Seine Eltern betrieben eine kleine Landwirtschaft. Janke besuchte die Volksschule und das Domrealgymnasium, eine Vorbereitungsanstalt für die Oberrealschule, machte das Abitur und belegte Abendkurse an der TU Berlin. Er legte ein Dolmetscher-Examen ab und studierte drei Semester Zahnmedizin.
Es folgte mehrfache Einberufungen zum Kriegsdienst mit folgender Entlassung aus gesundheitlichen Gründen.
1945 stirbt der Vater und Janke gelangt mit seiner Mutter und den Flüchtlingsströmen nach Großenhain. Dort habe er eine kleine Werkstatt betrieben und Spielsachen angefertigt. Sein Geld habe er als Konstruktuer verdient und er habe Töpfe genietet. Die Krankenakte weist aus, dass nach dem Tod seiner Mutter im Jahre 1948 Janke verwahrlost und unterernährt gewesen sei.

Seine Lebensweise wird als auffällig beschrieben. Er erhält eine kurze Haftstrafe. Danach wird er am 4.6.1949 in die Nervenklinik Arnsdorf eingewiesen. Am 8.11.1950 verlegt man ihn in die Psychatrische Landesanstalt Hubertusburg in Wermsdorf. Die Diagnose lautet: "chronisch paranoide Schizophrenie".

Er verlässt das Gelände des Krankenhauses nur noch zu Spaziergängen oder Besorgungen im Ort Wermsdorf. Nach längerer Pflegebedürftigkeit verstarb Karl Hans (Joachim) Janke am 15.2.1988 in den Krankenanstalten Hubertusburg.
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