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21. Juni 2003 | Telepolis - Magazin der Netzkultur
Das Trajekt fliegt in 35 Minuten
von Tilman Baumgärtel
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Wer unvorbereitet in die Ausstellung gerät, wird wohl einige Zeit brauchen, bevor ihm Zweifel an den gezeigten Plänen und Skizzen kommen. Zu detailliert und glaubwürdig wirken die Zeichnungen. Kurator Peter Lang hat es vermieden, allzu offenkundig darauf hinzuweisen, dass der Erfinder, Ingenieur und Künstler, dem diese Ausstellung gewidmet ist, wahnsinnig war. Erst wer genauer hinguckt, mag Zweifel daran bekommen, ob es wirklich Flugschiffe geben mag, die mit Energie aus einem geheimnisvollen "Erdmagnetismus" betrieben werden können, oder ob ein Triebwerk nur durch das "Sammeln und Komprimieren" von Strom aus dem Weltall laufen kann.
... So unbekannt Janke bis zu dieser Ausstellung war, so sehr ist er doch auch eine Figur der deutschen Geschichte. Gerüchte, dass er einer von Wernher von Brauns Mitarbeitern bei den Raketen-Experimenten in Peenemünde gewesen sei, dementierte Janke nie, der mit seinen Jankern und seinen zackig geschnittenen Haaren mehr als nur eine flüchtige Ähnlichkeit mit dem späten Heidegger hatte. Seine Skizzen von Weltraumschiffen und Unterseebooten wirken manchmal geradezu wie eine Karikatur auf den Fortschrittsglauben und die Weltall-Begeisterung der 50er und 60er Jahre, wie eine seltsame Mischung aus Flash-Gordon-Weltraum-Oper und Physik-Leistungskurs-Schulbuch. #
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1. Juni 2003 | Süddeutsche Zeitung
Die Sternlandlotterie, geschaffen für euch Menschen
von Andreas Höll
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Die ausladenden Konstruktionspläne überzeugen auch durch ihren filigranen und harmonischen Aufbau. Der Ausstellungsmacher Jan Hoet rückte den Schizophrenen in die Nähe Leonardo da Vincis. "Seine Blätter sind perfekt. Man kann nichts hinzufügen, aber auch nichts wegnehmen."
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Im Unterschied zu anderen psychisch kranken Künstlern drückte er nicht nur seine Innenwelt aus, sondern verfügte über eine ausgeprägte Fähigkeit zur Kommunikation mit der Außenwelt. Um seine Ideen umzusetzen, korrespondierte Janke derart überzeugend mit volkseigenen Betrieben, dass diese ihn zunächst ernst nahmen.
Die staatliche Fluglinie der DDR "Interflug" etwa forderte ihn 1966 auf, "bei der Abfassung der Unterlagen behilflich zu sein", um sie an das Patentamt weiterleiten zu können.
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